Verflüchtigung der Worte

2014, Herz.versagen

Tod. Herzen bleiben stehen, hören einfach auf zu schlagen.

Gefühlstot.

 

Doch wovon werden Sie müde, diese tapferen Herzen?

Sie haben Kriege miterlebt, haben geliebt und bestimmt auch ab und an über ihre Grenzen gelebt.

War es zu viel oder war es zu wenig? Wie findet man das Mittelmaß zwischen einem erfüllten Leben, das einen nicht so schnell mitreißt, einem Leben dass einen nicht wegreißt und jenem, das in einer gewissen Ordnung, in einem immer wieder kehrenden Zyklus aus Gewohnheiten und Gezwungenheiten besteht?

Gibt es überhaupt einen goldenen Weg, oder sind unsere Herzen dazu verdammt einfach stillzustehen?

Die einen trifft der Infarkt, weil alles sie überflutet, weil ihre Lebensabschnitte so kurzlebig und grell sind, wie Blitze in der tief dunklen Nacht und andere versagen, weil sie die Eintönigkeit leid sind.

Wenn das physische Herz beginnt Inne zu halten, wie lange vorher hat das imaginäre Herz, jenes, das uns wirklich am Leben hält aufgehört zu schlagen? Sind wir nicht oft schon viel früher oder zwischendurch innerlich tot und bemerken es nicht einmal? Was bedeutet Herz.ver.sagen denn wirklich?

Nicht das Herz versagt mir etwas, sondern ich versage dem Herzen etwas

16.1.16 17:00

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