Verflüchtigung der Worte

 



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Über

Meines,

voller Worte und Empfindungen,
als Platz für meine Gedanken und Entwicklungen über die Jahre,
die ich nachempfinden kann und weiß,
was sich in mir geändert hat und was hinter mir liegt.
Ich versinke knietief in Zukunftswünschen

Es gibt Dinge, die man nicht versteht.  Momente, in denen einem alles egal ist. Träume, die man vergisst. Worte, die einen verletzen. Lieder, die man nicht mehr hören will.  Orte, an die man zurückkehren möchte. Menschen, die man sehr vermisst. Erinnerungen, die einem das Herz brechen. Gefühle, die man nicht steuern kann.  Tränen, die unweigerlich kommen. Augenblicke, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Einiges, dass man hätte besser machen können. Tage, an denen man nicht mehr weiter weiß. Stunden, in denen man sich allein gelassen fühlt. Minuten, in denen man begreift, was einen wirklich bewegt. Kostbar. Leben

Hier festgehalten

Alter: 32
 

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
Habe ich mich oft unter dem Bett versteckt

Wenn ich mal groß bin...:
Wuerde ich gluecklich sein, so hatte ich Sehnsucht nach dem Traurigsein....es gibt keine Endstufe

In der Woche...:
Laufe ich mechanisch

Ich wünsche mir...:
Nie wieder so tief zu fallen, kein Leid auf der Welt, Karma und Gerechtigkeit. Mich selber zu lieben, verstehen und zu finden

Ich glaube...:
An Esoterik und Spirituaitaet.

Ich liebe...:
Regen, Laufen, selbstgemachte CDs, spazieren, Tiere, Decken, Kerzen, Schmuck, Rhythmus, Krach, Stille, die Momente in denen man endlich denken kann, schreiben, Vermissen, luzides Traeumen, Pinsel, Wortfetzen, andere Menschen belauschen, den Horizont entlang wandern, Papierflieger vom Fensterbrett starten, Duefte und Gerueche, Waerme
Niemand mag Regentage, dabei sind es die einzigen Tage, an denen man mit erhobenem Kopf weinen kann

Man erkennt mich an...:
Meiner Verschlossenheit

Ich grüße...:
Gruessen? Ungern!



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Blog

Geschrieben in 2012

Ich erinnere mich noch gut an diese Kindheitstage.

An das frühere Haus meiner Großeltern.

An die Spiele im Hof, das Sitzen im Garten, der Sandkasten, die Rutsche und den Apfelbaum.

Meine Narbe über der Lippe.

Die Wupper, die lange Wiese, der alte Partyraum über dem Wasser, den Kräutergarten, die Katzen, den alten Moderkeller, die rostige Ente im Garten, wo sich die Katzen zum sterben legte, die kleine Brücke, den Tannenwald und die Hollywoodschaukel. Familie. Jeden Sonntag.

Die Kindheit meiner Mutter und deren Schwestern liegt dort, alles liegt dort. Immernoch.


Oft saß ich irgenwo, um einfach nur über allem zu sein, dem Himmel ein Stück näher. Es füllt eine ganze Ewigkeit.

Dort saß ich um zu Träumen, in den Wolken Bilder zu finden oder Sterne zu zählen.

Ja, ich kann sagen, meine Kindheit war eigentlich schön. Es war immer jemand zu Hause, ich war nie alleine.

Überschüttet mit Spielzeug. Einzelkind. Mir ging es wirklich gut.

Was in mir diese Rebellion verursachte, mit der ich meine Eltern zur Verzweiflung trieb, weiß ich nicht.

Ich wechselte zwischen Weltfrieden und Vernichtungskrieg sekündlich. Es reizten mich Grenzgänge. Dann wieder Panikattacken und Verlustängste. Ich wollte ergründen was hinter der Linie zu finden ist.

Meine Eltern wussten sich oft nicht zu helfen und versuchten Druckmittel.

Ich erinnre mich an die Geschichte mit der Hexe.

Wer sie mir damals erzählte, weiß ich nicht mehr.

Eine böse Frau, welche unartige Kinder holt und an einen Ort bringt, den niemand kennt und von dem man nie wieder entkommen kann. Sie lebte bei meiner Oma im Keller und immer wenn es Nacht war, wartete sie geduldig bis sie ein unartiges Kind findet um es an sich zu nehmen. Dieser Keller. Die Erinnerungen an ihn machen mir heute noch manchmal Angst.

Aus dem Wohnzimmer heraus führte eine Schiebe-Tür in einen Gang, welcher zu einer engen Steintreppe führte. Sie führte hinab in dieses von Sandstein gemauerte, hohe Grab. Der Gang war so klein, dass man sich als Erwachsener bücken musste, um ihn hinab gehen zu können.

Unten angekommen traf man auf zwei nebeneinander liegende Räume. Alles roch nach altem Stein.

Als meine Mutter einmal nicht weiter wußte, drohte sie mir und sagte, ich komme nun zu der Feuerhexe.


Licht konnte man nur unten anschalten, doch soweit traute ich mich selten runter. Mit der bösen Frau im Rücken, wollte ich nie in der Dunkelheit stehen.

Und auch nur das Geräusch meiner Schritte machte mir Angst, da die Hexe so wusste, dass ich da war.

Ich rechnete in jedem Augenblick damit, dass sie mich von hinten packte und in die dunkle Ungewissheit schleifte.

Nachdem ich vor Angst mich nicht bewegen konnte, wenn ich dort war, hörte ich aus dem linken Raum das leise Regnen des Sandes, welcher sich von der Decke löste. Ich wusste, die Hexe kratzte mit ihren langen Fingernägeln an den Steinen um mich wissen zu lassen, dass sie dort unten ist.

So schwor auf mein Leben, nie wieder böse zu sein.

Ich konnte dieses Versprechen nicht halten, zu getrieben war ich von dem Drang zu wissen, was hinter Grenzen lag.

 

 

2012
Weißt du eigen
tlich, wie besessen ich von dir war? Dein Gesicht tötete mich jeden Abend wenn du neben mir schliefst mehr und mehr. Dieses Gefühl des Zerfallens habe ich so sehr geliebt. Genauso wie dich. Über lange Zeit hinweg war mir der gesamte Erdball egal. Es war nie Ebbe, immer war ich durchflutet von diesem Gefühl der süßen Zerbrochenheit. Ich fand in deinen Augen meinen Himmel, meine Sterne, meine Kindheit. Das Beobachten während du schliefst, die Stunden die wir verbrachten um zu reden, zu küssen, zu träumen. Manchmal, wenn wir uns einen Film ansahen, drückte ich dich fest an mich. Ich wollte dich nahe bei mir haben, dich festhalten weil ich Angst hatte, du flögest jeden Moment hinfort. Du warst wie der Wind. Und nicht selten hast du laut gerufen, dass ich dir weh tue, weil ich dich zu fest gehalten habe.

All die Münder, welche unaufhörlich gegen mich und dich sprachen. Ich habe mich wirklich bemüht allem gerecht zu werden, aber ich war es nie. Wir haben uns durchgekämpft. Auf dem Schlachtfeld verloren wir so viele Schlachten und dennoch blieben wir beieinander. Doch all das Gerede hat Spuren hinterlassen. Zweifel, Ängste. Und dann fing es an. Deine ersten Anzeichen dafür, mich loszulassen. mit jeder deiner schlechten Ausreden sperrtest du mich, wie einst meine Eltern drohten, in diesen Keller.

Und ich schrie und klopfte und bat darum, dass du mich raus lässt. Dass du mir zeigst, wie sehr ich mich mit meinen Ängsten irrte.

Doch nach und nach zeigte sich, dass dies nicht so war. Erst nachdem alles zerbrochen war, offenbarte sich mir, wie viel du getan hast. Menschen die auf mich zukamen und mir erzählten. Dinge, die ich nicht mehr hören wollte. Die ich einfach nicht wissen wollte. Heute, nach dem Ende eines Märchens, habe ich immer noch diesen Dorn in mir.

Noch heute spüre ich dich nachts. Ich höre wie die Tür aufgeht, du fast lautlos in mein Zimmer trittst und dich hinter mich legst. Ich spüre deine Arme, deinen Atem, ja, ich rieche dich. Das, was mich nächtlich besuchen kommt, das bist nicht du. Es ist die Hoffnung, sind die Träume die ich von dir hatte. Sie leben immer noch weiter, nur ohne dich. Ich wünsche mir, dir nie wieder über den Weg zu laufen. Keine SMS mehr von dir zu bekommen, in der du mich um ein Gespräch bittest. Ich habe alles was ich will hier bei mir. Ich bin nicht einsam. Der Zustand den du mit deinem Namen, deinem Gesicht, deiner SMS oder deiner Stimme auslöst, ist für mich Folter. Es fühlt sich an, als würde eine Sichel durch meinen Brustkorb dringen und sich von unten in mein Herz bohren. Es reicht alleine schon deinen Namen zu hören. Ich suche meinen Frieden.

Etwas von mir hast du zerrissen, doch nicht entrissen. Es lebt in mir, doch hast du es für immer in diesen Keller gesperrt. In völliger Dunkelheit steht es nun dort, dieser Teil von mir, der heute noch deinen Namen weint. Ich rufe jedoch nicht mehr nach dir, sondern sitze still auf der Treppe. Denn du bist nicht weit. Du kratzt mit deinen Fingernägeln an den Steinen um mich wissen zu lassen, dass ich nicht alleine bin


16.1.16 15:45


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